Mikrochemie-Handbuch

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Art.Nr.: L 9292-6A
Mikrochemie-Handbuch

Hermann Kühn / Cristina Thieme:

Mikrochemie-Handbuch

Teil I – Pigmente und Farbstoffe, Teil II – Bindemittel

2015. 80 S. Zahlr. teils farb. Abb. u. Tab. im DIN A 5 Ordner.

Angesichts der Vielfalt instrumenteller Analyseverfahren in heutiger Zeit erscheint die mikrochemische Analyse von Malfarben auf den ersten Blick eher obsolet. Andererseits hat diese sich über Jahrzehnte in der Praxis der naturwissenschaftlichen Untersuchung von Gemälden für eine erste Orientierung als hilfreich erwiesen. Nicht selten ist es möglich, bereits auf der Basis von einigen aus einer Malerei nach bestimmten Gesichtspunkten gezielt entnornmenen Farbpartikeln, die mikrochemisch analysiert wurden, festzustellen, ob die Malerei in dem angenommenen Zeitraum entstanden sein kann – oder ob dies sicher nicht möglich ist. So können z.B. bei einem Picasso-Gemälde aus den Zwanziger-Jahren des 20. Jahrhunderts in originalen Farben weder Titanweiß noch Phathalocyaninblau vorkommen. Ist dies dennoch der Fall, kann es sich nur um eine Fälschung handeln. Überprüfen lässt sich dies ohne Analysegerät – mikrochemisch an Hand einiger Farbproben.
Ein großer Teil aller in Frage kommenden Farbmittel und Bindemittel ist mikrochemisch zumindest orientierend erfassbar. Eingeschränkt ist allerdings der Anwendungsbereich des mikrochemischen Nachweises im Fall von Farbmitteln, die in Säuren und Laugen völlig unlöslich sind, wie z.B. Kobaltblau und Chromoxid. In solchen Fällen wäre es notwendig das Farbmittel vorher "aufzuschließen", d. h. in eine lösliche Form zu überführen. Da dies bei sehr kleinen Ptoben schwierig ist, wird man eher darauf verzichten zugunsten anderer (physikalischer) Nachweisverfahren oder der Mikroskopie (Polarisationseinrichtung).
Mikrochemisch gut unterscheidbar sind die Bindemittelgruppen Öle, Proteine, Pflanzengummen, Harze und Wachse u.a. auch durch Verwendung eines Mikroskop-Heiztisches. Die Identifizierung von Berliner Blau (Preußisch Blau) sowie dessen Unterscheidung von Indigo ist mikrochemisch zuverlässiger zu bewerkstelligen als mit physikalischen Analyseverfahren. Die wichtigste Voraussetzung für mikrochemische Untersuchungen ist allerdings, neben chemischen Kenntnissen, die praktische Übung über einen längeren Zeitraum.

Kundenrezensionen:

Autor:  Gast am 21.02.2018
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Autor:  Gast am 04.02.2018
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Autor:  Gast am 20.01.2018
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Dieser Artikel wurde am Montag, 06. November 2017 zuletzt bearbeitet.

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