Zeichentechnik Matthias Grünewalds

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Art.Nr.: L 6457-6
Zeichentechnik Matthias Grünewalds

Georg Josef Dietz:

Die Zeichentechnik Matthias Grünewalds

Untersuchung am Bestand des Kupferstichkabinetts Berlin

2008. 165 S. 57 Farbabb. Br.

Die Ästhetik eines Kunstwerkes wird wesentlich durch die Materialwahl und Auftragstechnik des Künstlers beeinflusst. Um ihr Zustandekommen zu ergründen und zugleich Kenntnis der historischen Arbeitstechnik zu erlangen, ist eine Identifizierung und Beschreibung der verwendeten Materialien sowie ihres Einsatzes unverzichtbar. Die Ergebnisse einer solchen kunsttechnologischen Untersuchung dienen nicht nur einer objektgerechten Restaurierung bzw. Konservierung, sondern bereichern auch die kunstgeschichtliche Forschung.
Matthias Grünewald (um 1470/80 – 1528) gilt trotz der wenigen erhaltenen Werke als einer der bedeutendsten Maler und Zeichner des 16. Jahrhunderts. Das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin verwahrt mehr als die Hälfte der bekannten 36 Zeichnungen, wodurch sich die Möglichkeit einer repräsentativen kunsttechnologischen Beschreibung bot. Dabei wurde Wert auf eine vor Ort anwendbare und zerstörungsfreie Methodik gelegt. Die Zeichnungen wurden visuell, unter Zuhilfenahme eines Auflichtmikroskops sowie mit Hilfe einer Mikro-Röntgenfluoreszenzanalyse untersucht. Des Weiteren wurden Quellenschriften zur Zeichentechnik ausgewertet.
Im Ergebnis dürfen die Arbeiten Grünewalds als frühe Beispiele einer autonomen Verwendung von Zeichenkohle gelten. Die Kohle wurde nicht nur breit zeichnend und flächig, sondern auch außergewöhnlich fein zeichnend eingesetzt. Die hervorragende Erhaltung der instabilen Kohlenaufträge erklärt sich durch eine Fixierung, die im Werkprozess erfolgte. Dabei wurde das Zeichenpapier mit einem Bindemittel präpariert, das nach Vollendung der Zeichnung reaktiviert wurde. Wasserzeichenvergleiche deuten darauf hin, dass Grünewald Schreibpapiere zum Zeichnen verwendete, wobei einige Papiere als Kanzlei- bzw. Konzeptpapier charakterisiert werden können. Als Pigment der akzentuierend eingesetzten Weißhöhungen verwendete Grünewald das gut deckende Bleiweiß. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden mit modernen, den historischen Materialien entsprechenden Zeichenmedien praktisch rekonstruiert, und somit ihre Funktionsweise überprüft und visualisiert.

Kundenrezensionen:

Autor:  Gast am 07.10.2018
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Dieser Artikel wurde am Montag, 06. November 2017 zuletzt bearbeitet.

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