Horn

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Art.Nr.: L 9218-6A
Horn

Isabell Keller:

Formung, Transformation und Deformation: Horn als Werkstoff in der Kunst

2015. 295 S. Zahlr. teils farb. Abb. u. Tab. Br.

Horn war einst ein häufig genutztes Material für kunsthandwerkliche Objekte und es liegen viele kunsttechnologische Quellen zu seiner Bearbeitung vor. Die vorliegende Arbeit überprüft, welche dieser Quellen tatsächlich eine praktische Relevanz in der historischen Technologie hatten. Sie fokussiert auf kunsttechnologische Quellen zur Formung von massivem Horn und der Herstellung von Horn-Surrogaten aus Hornspänen und unternimmt es, diese zu analysieren, mit realen Objekten zu vergleichen und praktisch zu rekonstruieren. Im Anschluss wird der Zusammenhang rekonstruierter Techniken mit charakteristischen Schadensbildern geprüft. Das Textkorpus umfasst 43 mehrheit¬lich edierte Texte von der Antike bis zur Industrialisierung mit dem Schwerpunkt auf kompilierten Rezeptsammlungen. Laut diesen Quellen veränderten sich die Techniken zur thermoplastischen Formung vom Mittelalter bis heute nur wenig. Die Grundlagen waren auch in der Antike vorhanden. Die Versuche zeigten, dass mehrere beschriebene Methoden, um Horn
Von 1400 bis 1911 gibt es eine kontinuierliche Überlieferung von Rezepten, Horn alkalisch zu behandeln, um es als Surrogat zu gießen. Die praktische Nachstellung dieser Rezepte war erfolgreich, spricht aber gegen eine verbreitete praktische Anwendung. Die Spuren zu ihrem Ursprung zeigen, dass ihre Intention einst nur die alchemistische Materialtransformation war. Hingegen hat die ebenso mit Erfolg rekonstruierte Versinterung von Hornpulver alleine mit Hitze und Druck nach Rezepten aus der Industrialisierung einen gebrauchsfähigen Werkstoff ergeben. Zu dieser Technik wurde ein Objektbeispiel gefunden.
Deformationen sind das häufigste Schadensbild an Hornobjekten. Durch die Belastung von Probekörpern in einem Wechselfeuchteklima (6x 6 Tage 32 und 80% RF bei 25 °C) wurde geprüft, ob Feuchtigkeitsschwankungen die Ursache sind und ein Zusammenhang mit den Formungstechniken besteht. Es wurden Deformationen verursacht, aber es gab große Streuungen, was die Heterogenität des Rohmaterials zeigt. In der Tendenz ist bei der Erhitzung des Hornes in heißem Öl und der Verwendung von kalten Pressformen die Häufigkeit von Deformationen größer als bei der Erhitzung in der Flamme und Verwendung erhitzter Pressformen.

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Autor:  Gast am 15.01.2018
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Dieser Artikel wurde am Montag, 06. November 2017 zuletzt bearbeitet.

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