Römische Wandmalerei

Ausstellung in Wien

»Fokus Denkmal: Das Haus der Medusa. Römische Wandmalerei aus Enns« war der Titel einer Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien. Vom 21. November 2017 bis 8. April war die Schau dort zu sehen, jetzt befinden sich die Malereien in der Oberösterreichischen Landesausstellung »Die Rückkehr der Legion. Römisches Erbe in Oberösterreich«. Sie verbleiben dann dauerhaft im Museum Lauriacum in Enns.

Zustandsaufnahme während der Bergung der Fragmente aus den Blöcken
(Foto: Bundesdenkmalamt Wien)

Im Jahr 2000 entdeckte man bei Bauarbeiten in Lorch bei Enns die Wandmalereifragmente aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. Es war der bislang wohl umfangreichste und bedeutendste Fund an provinzialrömischer Wandmalerei in Österreich.

Zwischenlagerung der Fragmente, nachdem sie geborgen und gereinigt wurden
(Foto: Bundesdenkmalamt Wien)

Die Malereikomplexe umfassen mehrere Räume. Sie stammen von vier übereinander liegende Putzschichten aus unterschiedlichen Ausstattungsphasen. Der Erhaltungszustand ist außer­gewöhnlich gut. Enns, das antike Lauriacum, galt als eine bedeutende Stadt der Kaiserzeit. Die Ausstellung zeigt die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen Archäologie und Konservierung-Restaurierung des BDA.

Fragment eines Medaillons mit Medusa, 3. Jahrhundert n. Chr.,
Zustand nach der Restaurierung, Fragmente im Mörtelbett versetzt,
Präsentationsputz und Aluminiumrahmen 60 × 60 cm
(Foto: Bundesdenkmalamt Wien)

Die Bearbeitung des Fundkomplexes stellte eine besondere Herausforderung dar: Die vielen Fundstücke mussten bearbeitet und zusammengesetzt werden. In der Ausstellung werden anhand der konservierten und restaurierten Fragmente die unterschiedlichen Phasen der Wand- und Deckenmalereien des Hauses deutlich, darüber hinaus wird die antike Werk­technik vorgestellt.

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