Vorträge zur Materialvielfalt

Das Hornemann Kolleg widmete sich im Sommersemester dem Thema Material. Über Blei bzw. das sogenannte Reparaturblei für historische Glasmalereien informierte Prof. Dr. phil. Sebastian Strobl, FH Erfurt. Aus der Kombination von farbigem Glas und Bleiprofilen entstanden besonders im Mittelalter leuchtende Bilder. Um das Glas zu erhalten bei einem oft fragmentierten Original setze man unter­schiedliche Techniken ein.

So stellt sich in manchen Fällen die Frage, ob die gegebene Bleilinie original oder ein »Unfall der Geschichte« ist. Hanno Alsen M.A., Hildesheim, befasste sich mit der Materialvielfalt an Modellen aus den 1960er Jahren. Die Restaurierung stellt eine spezielle Herausforderung dar und erfordert viel Aufmerksamkeit, Geschick und nicht zuletzt Improvisationsvermögen, denn die Modelle bestehen in der Regel aus sehr vielen unterschiedlichen Materialien, die miteinander interagieren. Gleichzeitig sind die Objekte kleinteilig und komplex mit Hinterschneidungen und wechselhafter Oberflächenstruktur. Dipl.-Rest. Carola Klinzmann wies auf die Materialvielfalt in der Möbelrestaurierung hin. Neben Holz tragen Elfenbein, Schildpatt oder Perlmutt zur Verzierung bei, aber auch Metalle, Stroh, Spiegel oder aus Leim hergestellte »farbige Einlagen«. Mithilfe technologischer Untersuchungen werden zuerst alle verwendeten Materialien erkannt. Darauf basierend beginnt die interdisziplinäre Erstellung des Konzepts, bei der unter anderem die Frage nach der Ergänzung zu erörtern ist.

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