Tagung mittelalterliche Raumfassungen

Die Tagung »Mittelalterliche Raumfassungen im städtischen Haus. Bestand, Ausführungstechniken und Materialien« am 5. und 6. Juli 2018 in Erfurt befasste sich mit Profanbauten. Denn seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert ist bekannt, dass auch mittelalterliche Bürgerhäuser unter zahlreichen Tünchen farbig ausgemalt waren. Einige Tagungen gab es bereits: Im Jahr 2000 in Lübeck »Geschichte in Schichten« und 2008 in Bad Windsheim »Farbe und Dekor am historischen Haus«.

Das »Steinerne Haus« in Erfurt: Die Deckenbemalung im ersten Obergeschoss
ist die älteste bekannte profane Architekturfassung nördlich der Alpen (Foto: W. Streitberger, TLDA)

Inzwischen ist die Anzahl der erhobenen Befunde gestiegen, das Spektrum der Fragestellungen hat sich erweitert. So konnte im Rahmen des von der DFG geförderten Forschungsprojektes »Ein hochmittelalterlicher jüdischer Wohn- und Handelskomplex in Erfurt und seine Raumfassung« der TU Berlin und FH Erfurt die älteste erhaltene mittelalterliche Deckenfassung in einem bürgerlichen Wohnhaus im deutschsprachigen Raum untersucht werden. Nach wie vor fehlt aber ein Überblick über die Vielfalt profaner Raumfassungen, zumal die Bandbreite der Gestaltungsarten auch einfachste Lasuren und Anstriche umfasst und von Dekorationsmalerei bis hin zu figürlichen Darstellungen reicht. Ebenso fehlen umfassende technologische Untersuchungen. Fassungsbefunde, die Restauratoren im Rahmen der Voruntersuchung an historischen Gebäuden in den letzten Jahrzehnten freilegten, sind noch nicht wissenschaftlich aufgearbeitet und kaum publiziert. Fragen zur Technik, wie die Vorbereitung der Untergründe, der Schichtaufbau und die Übertragungstechniken gilt es zu beantworten.

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