Forschungsprojekt Florentiner Malerei

Ein Forschungsvorhaben des Doerner-Instituts München befasste sich mit der Florentiner Malerei. Förderungen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Ernst von Siemens Kunststiftung ermöglichten, das Wissen um die Wechselwirkung zwischen der Darstellungsintention des Künstlers und den verwendeten Materialien und Techniken wesentlich zu erweitern. Die gegenseitige Beeinflussung von stilistischen und technologischen Entwicklungen zeigen das Nebeneinander von Kunstgeschichte und Kunsttechnologie auf. Neu ist, dass die Bestandskataloge der Pinakotheken jetzt auch kunsttechnologische Untersuchungen aufnehmen.

Domenico Ghirlandaio und Werkstatt; Maria mit Kind und den hll. Dominikus, Michael, Johannes dem Täufer und Thomas, um 1490/94, Pappelholz, 223,9 x 201,4 cm (Foto: Bayerische Staats­gemälde­sammlungen, Alte Pinakothek, München)

Um die individuelle Bildentstehung, aber auch allgemeinere Phänomene in der Entwicklung der Maltechnik nachzuvollziehen, wurden Gemälde der Alten Pinakothek München umfassend kunsttechnologisch untersucht. Röntgen- und Infrarotuntersuchungen gaben Aufschluss über den Herstellungsprozess, Kompositionsänderungen während des Malens, den Aufbau des Bildträgers und der Mal­schicht. In manchen Fällen ließ sich z. B. die Übertragung von einer Vorlage feststellen. So markieren sich bei dem Gemälde »Maria mit Kind« aus der Nachfolge des Domenico Ghirlandaio Pauspunkte auf dem digitalen Infrarotreflektogramm zur Übertragung eines Kartons. Ergänzend zur kunsttechnologischen Erfassung wurden an ausgewählten Gemälden aufwendige naturwissenschaftlich-analytische Untersuchungen durchgeführt. Ein Schwerpunkt lag auf chromatographischen Bindemittelanalysen, die neben den Hauptbindemittelgruppen auch die wichtigen Nebenkomponenten ermitteln.

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