Kunststoff-Kulturerbe

Am 08./09. Januar 2018 gründete sich am Design Museum ADAM/Brüssel die Plastics Heritage European Association (PHEA). 18 Vertreter von Universitäten, Hochschulen, Museen und nationalen Gesellschaften aus 10 europäischen Ländern trafen sich.

Plastics Heritage European Association (PHEA) in Brüssel
(Fotos: Günter Lattermann)

Ziel der Europäischen Vereinigung für Kunststoff-Kulturerbe ist es, ein Netzwerk für die Erforschung und Erhaltung von Kulturerbe aus Kunststoffen aufzubauen. Es sollen die Aktivitäten und Erkenntnisse über historische polymere Materialien (HIPOMs ) zusammengefasst und verbreitet werden. Die HIPOMs umfassen zunächst natürliche polymere Materialien wie Bernstein, Eiweißmaterialien, natürliche Harze, Lacke und Fasern. Danach sind die halbsynthetischen Kunststoffe wie Kautschuk, Hartgummi, Kasein-Kunststoffe, Cellulosenitrat etc. zu nennen. Schließlich folgen die frühen synthetischen Kunststoffe wie Phenolharze, Harnstoff- und Melaminharze, oder PVC, Acrylglas, Polystyrol etc. und die synthetischen Kautschuke.

Seit mindestens 150 Jahren finden sich zahllose Objekte mit HIPOMs in den Sammlungen von Technik-, Design-, Kunst- und Architektur-Museen. Um ihre kulturelle Dimension zu verstehen, ist die Erforschung ihrer geschichtlichen, technologischen und sozialen Rolle dringend notwendig. Die Untersuchung der vielfältigen Eigenschaften und ihre Charakterisierung erfasst das im Material verborgene Wissen. Dieses bildet die Voraussetzung für eine Erfassung als Kulturerbe und dessen präventive Konservierung und fachgerechte Restaurierung.

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