Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD)

Als private Initiative stellt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zwei Aufgaben: bedrohte Kulturdenkmale zu bewahren und für den Gedanken des Denkmalschutzes zu werben, um möglichst viele Bürger zur Mithilfe zu gewinnen. Die wissenschaftliche Kommission, die über alle Fördermaßnahmen berät, hat schwere Entscheidungen zu treffen: Es werden nur Projekte gefördert, die als Denkmale anerkannt und als restaurierungswürdig eingestuft sind. Die Mittel werden dort einzusetzt, wo die Pflege von Denkmalen durch staatliche Hilfe nicht ausreichend gewährleistet ist. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wirbt durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und durch ihre Zeitschrift Monumente für die Bewahrung unseres baulichen Erbes. Förderer erhalten das Magazin kostenfrei. (Jahresabo 27,40 €, 6 Ausgaben). Mehr als 2.800 Denkmale half die Stiftung bisher bewahren, auch Dank zahlreicher Spenden. Das Geld kam Bürgerhäusern, Dorf-, Stadt- und Klosterkirchen ebenso zugute wie technischen Bauten und archäologischen Stätten.

Beispiel für ein gegenwärtig gefördertes Kulturdenkmal:

Die Restaurierung des Zuschauersaals im ehemaligen Königlichen Kurtheater in Bad Wildbad ist abgeschlossen. Mithilfe des Fördervereins »Kurtheater Wildbad e.V.« konnte der seit 1963 leer stehende und zwischenzeitlich einsturzgefährdeten Fachwerkbau instandgesetzt werden.

Das ehemalige königliche Kurtheater in Bad Wildbad entstand 1865 als Sommertheater. Der Umbau 1897/98 verlängerte den Zuschauerraum, eine offene Terrasse an der Südseite und ein Anbau in der ganzen Breite der Eingangsseite kamen hinzu. Der Anbau ist mit einer eleganten Loggia mit Rundbogenabschluss und Satteldach besonders betont. Im Inneren des Hauptbaus wurde eine Galerie und eine Loge eingebaut, die auf mit üppigem Stuck ummantelten Eisenstützen liegt. Die Ausstattung des Innenraums erhielt eine farbenprächtige Ausmalung in Renaissance- und Rokoko-Formen. Im Gegensatz zum relativ bescheidenen Äußeren entfaltet sich im etwa 200 Personen Platz bietenden langgestreckten Zuschauerraum die ganze neobarocke Pracht der Jahrhundertwende. Auch die historische Bühnemaschinerie von 1898 ist noch größtenteils erhalten und einsatzfähig. Die in Bonn Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützte die Restaurierungsarbeiten mit über 500.000 €.

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