EU-Projekt »Nano-Cathedral«

Gestein zu testen, war bisher nicht ohne Probenentnahme möglich. Mit einer neuen Lichttechnologie kann jetzt zerstörungs- und berührungsfrei eine Testfläche von ca. zwei Quadratmetern »durchschaut« werden. Das »Opto-technical Monitoring« basiert auf einer Verknüpfung von hochauflösenden 3D-Verfahren, der VIS-Farbfotografie, der Ultraviolett-Fotografie und der Infrarot-Fotografie. Während hochauflösende 3D-Aufnahmen der Oberflächenmessung dienen und den Zustand zum Zeitpunkt der Messung mit einer Genauigkeit von 0,3 Millimetern festgehalten, weist die VIS-Farbfotografie auf Farb­unterschiede an den Oberflächen hin.

Max Rahrig untersucht mit Kollegin Anna Luib eine Testfläche am Opernhaus
in Oslo. (Foto: David Höpfner/KDWT/Universität Bamberg)

Bei der UV-Fluoreszenzfotografie und der Infrarot-Fotografie werden anorganische und organische Fremdmaterialien auf den Oberflächen sichtbar, also konservierende Überzüge oder auch biologischer Bewuchs wie Bakterienfilme, Flechten oder Moose. Alle vier Techniken zusammen ergeben somit ein Gesamtbild, das es in dieser Form in der Denkmal­pflege noch nicht gab. Durch das Übereinanderlegen von Aufnahmen, die zu verschiedenen Zeitpunkten gemacht wurden, werden Vergleiche möglich und Veränderungen am Gestein sichtbar.

An dem EU-Projekt »Nano-Cathedral« arbeiteten Dr. Rainer Drewello, Professor für Restaurierungs­wissenschaft in der Baudenkmalpflege an der Universität und sein Mitarbeiter Max Rahrig gemeinsam mit 18 Partnern aus sechs europäischen Ländern. Es wurde 2018 nach dreijähriger Laufzeit abgeschlossen. Die entwickelten Nanomaterialien sollen nun zur Marktreife gebracht werden. Smax Rahrig arbeitet zurzeit in Sri Lanka an historischen Wandmalereien mit einer ähnlichen Methode.

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