Punktgenau restaurieren

Die knapp 23 km lange Schwäbische Waldbahn zwischen Rudersberg und Welzheim ist denkmalgeschützt. Von den drei Eisenbahnbrücken war vor allem das Laufenmühle-Viadukt zu sanieren. Das 100 Jahre alte Bauwerk weist Risse im Stahlbeton auf.

Von einer mobilen Arbeitsbühne unterhalb des Laufenmühle-Viadukts
entstanden detaillierte Zustandsaufnahmen per Radar und Ultraschall.
(Foto: IONYS/KIT)

Mit Ultraschall und Bauradar wurde jeder Zentimeter des Viadukts bis in eine Tiefe von 50 bis 70 Zentimeter untersucht, dokumentiert und die geschädigten Stellen identifiziert und bewertet. Mit dem detaillierten Bild über die Schäden berechnet ein Ingenieurbüro mit einem innovativen Berechnungsansatz die statischen Grundlagen für die Instandsetzung. Durch diese detaillierte Datenaufnahme und -analyse wird es für die Gemeinden als Bauherren sehr viel einfacher, nachhaltig zu planen, Ressourcen optimal einzusetzen und ein maß­geschneidertes Instandsetzungskonzept umzusetzen. Für das Laufenmühle-Viadukt heißt das, dass demnächst in die geschädigten Bereiche der Bogenbrücke gezielt Zement­suspensionen injiziert werden. Dadurch ist es möglich, das Laufenmühle-Viadukt nicht nur in seinem ursprünglichem Aussehen zu erhalten, sondern es führt auch zu einer erheblichen Senkung der Instandsetzungskosten. Nur 2,2 Millionen Euro sind aufzubringen, statt der normalerweise 3,5 Millionen Euro.

Die Sanierung soll parallel zum laufenden Betrieb bis zum Sommer 2017 abgeschlossen werden. Im Rahmen des KIT Innovation Hub »Prävention im Bauwesen« war es gelungen, die richtigen Partner zusammen zu holen und einen maßgeschneiderten Ansatz für eine nachhaltige Instandsetzung des Viadukts zu entwickeln.

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