KZ-Häftlingskleid

Am Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der TH Köln, Studien­richtung Textilien und Archäologische Fasern, ist ein »KZ-Kleid« im Rahmen einer Bachelor-Arbeit restauriert worden. Es besteht aus einem Mischgewebe, für dessen Herstellung viele unterschiedliche Textilien recycelt wurden. Zum Großteil handelt es sich um Cellulose­regenerat­fasern, die zwar saugfähig sind, aber nicht warm halten.

Das KZ-Kleid, das die 2014 verstorbene Ruth Foster-Heilbronn tragen musste.
(Foto: Thilo Schmülgen / TH Köln)

Man sieht dem Kleid an, welche Entbehrungen seine Trägerin erdulden musste. Die Farben sind ausgeblichen, an vielen Stellen ist es notdürftig ausgebessert, 15 verschiedenen Arten von Fäden waren zu finden. Zunächst sind die Knöpfe gesichert worden. Oberflächlicher Schmutz wurde durch Saugen entfernt.

Eventuell wurden die Ärmel im Sommer gekürzt und im Winter wieder angenäht.
(Foto: Thilo Schmülgen / TH Köln)

Das Kleid wird jetzt im gerade eröffneten Lern- und Gedenkort »Jüdische Schule« in Lingen/Ems in einer objektgerechten Vitrine ausgestellt. Es wird von innen mit Polsterungen und Kissen aus unbehandelter Baumwolle gestützt, damit der schwere Stoff an den Falt­stellen nicht beschädigt wird. Für die Bachelorarbeit von Susanne Schumann ging es auch um die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Kleides deren Trägerin bekannt ist.

Bachelorabsolventin Susanne Schumann mit dem Häftlingskleid.
(Foto: Thilo Schmülgen / TH Köln)

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