Gemälde von Botticelli

Sandro Botticelli malte um 1490/95 ein Hochaltargemälde für San Paolino in Florenz. Die »Beweinung Christi« verunklärte vergilbte Firnisschichten. Gemäldetechnologische Analysen und Reinigungsproben am Doerner-Institut München ergaben, dass aber vor allem ein Eingriff des 19. Jahrhunderts das Werk stark beeinträchtigte. Zur Kaschierung fehlender oder verputzter Farbschichten übermalte ein Florentiner Restaurator die Darstellung 1812 großflächig. Die kraftvolle Farbigkeit des Bildes erschien deshalb sehr gedämpft.

Diplom-Restauratorin Dr. Wibke Neugebauer während der Abnahme der Firnisse
und Übermalungen des 19. Jahrhunderts (Foto: Jens Wagner, Doerner Institut)

Bei der von der Rudolf-August Oetker-Stiftung finanzierten Restaurierung sind alte Retuschen, Übermalungen und Firnisschichten entfernt worden. Trotz der üblichen Alterungsprozesse erscheint die Beweinung heute wieder in ihrem ursprünglichen farbenfrohen Kolorit. Ein neuer Galerierahmen, nach dem Muster eines italienischen Renaissancerahmens geschnitzt, vergoldet und gefasst, schmückt das große Altarbild. In einem Begleitprogramm als Dialog zwischen Kurator und den Restauratoren wird das Gemälde den Besuchern nach der Rückkehr in die Alte Pinakothek München vorgestellt.

Sandro Botticelli, Beweinung Christi, um 1490/95, Zustand vor und nach der Restaurierung
(Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München)

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