Altägyptische Fayence-Stele

Das Oberteil einer Fayence-Stele, seit Ende des Zweiten Weltkrieges in Berlin verschollen, ist wieder aufgetaucht. Im Zusammenhang mit einer wissenschaftlichen Forschungsarbeit wurde es im Kelsey Museum of Archaeology der University of Michigan, USA, identifiziert. Das Museum gab das Stück an das Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin zurück. Seit Juni 2017 ist es im Neuen Museum Berlin zu sehen.

Mitarbeiter des Ägyptischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin begutachten die Stele nach ihrer Rückkehr (Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung/Sandra Steiß).

Bei dem Objekt handelt es sich um den oberen Teil einer Stele, die mit einer türkisblauen Glasur (ägyptische Fayence) überzogen ist. Diese Glasur macht das Stück (entstanden um 1250 v. Chr.) besonders wertvoll, weil die Fayence-Technik im Alten Ägypten nur selten für Stelen genutzt wurde. Die Stele war 1910 von den Staatlichen Museen aus einer englischen Sammlung erworben und im Neuen Museum ausgestellt worden.

Während des Zweiten Weltkriegs war der Großteil der Objekte ausgelagert. Nur große, schwere Skulpturen und Architekturteile blieben auf der Museumsinsel. Nach Bomben­treffern waren viele von ihnen beschädigt oder zerstört. Die Fayence-Stele überstand den Bombenhagel laut Inventarbuch in einem Porphyr-Sarkophag, der mit Sandsäcken geschützt im Ausstellungsbereich des Museums verblieb. Ins Kelsey Museum gelangte sie 1981 als Zuwendung von Samuel Abraham Goudsmit (1902–1978), der eine Sammlung von Altertümern aufbaute. Die Fayence-Stele erwarb er 1945 in Deutschland von einem privaten Sammler.

Historisches Foto der Stele
(Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung)

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