Archäologische Reste in Köln

Studierende des Bachelorstudiengangs Restaurierung- und Konservierung von Kunst und Kulturgut in Köln befassen sich mit den unterirdischen Resten der Kirche St. Kolumba in Köln. Die im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstörte Kirche steht auf Fundamenten verschiedener Vorgängerbauten, die bis zu 2000 Jahre alt sind. In einigen Bereichen des freigelegten Mauerwerks kommt es zu Materialverlust in Form von Absandungen.

Projektleiter Niklas Underwood und Kölner Studenten
(Foto: Thilo Schmülgen/TH Köln)

In einem ersten Schritt erfolgt eine Bestandsaufnahme. Es soll festgestellt werden, wie und mit welchen Materialien das historische Mauerwerk aufgebaut ist. Archäologische Befund­dokumentationen werden herangezogen und eigene Untersuchungen durchgeführt. Parallel zu den Materialuntersuchungen müssen auch die bisher vom Museum durchgeführten Klimamessungen erweitert werden.

Erhalt der bis in die Römerzeit zurückreichenden archäologische Reste auf dem Gelände der Kirchenruine St. Kolumba
(Fotos: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Durch das Filtermauerwerk findet zwar ein Licht- und Luftaustausch statt, doch passt sich das Raumklima nur mit Verzögerung an das Außenklima an. Anhand ausgewählter Referenzflächen werden die Studierenden in den nächsten zwei Jahren die Veränderungen im Bereich des historischen Mauerwerks beobachten und dokumentieren. Erst dann können Empfehlungen für eine mögliche Konservierung bzw. Restaurierung gegeben werden. Kolumba ist das Kunstmuseum des Erzbistums Köln. 2007 wurde der Neubau des Schweizer Architekten Peter Zumthor eröffnet. Das Gebäude bezieht die Fundamente der im Zweiten Weltkrieg zerstörten spätgotischen Kirche St. Kolumba ein, ebenso die vom Kölner Architekten Gottfried Böhm erbaute Kapelle »Madonna in den Trümmern«.

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