Glas-Metallkorrosion

Objekte aus Glas und Metall erleiden Korrosion. Zum Beispiel im Deutschen Bergbau-Museum (DMB) kommen solche Schadensfälle vor. In einem Projekt »Korrosion von national wertvollen Kulturgütern aus Glas und Metall durch anthropogene Carbonyl-Schadgase im Innenraum: Modellhafte Schadensdiagnose und Maßnahmen zur Prävention« werden sie jetzt untersucht.

Detail einer Rettungslampe (DBM- 030140276000)
mit Korrosionsprodukten am Metall in Kontakt zum Glas
(Foto: M. Braun, SABKS)

Vom 1.4.2016 bis zum 31.03.2019 läuft das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Vorhaben unter Leitung von Prof. Dr. Gerhard Eggert abk-Stuttgart. Unter der Einwirkung von Formaldehyd bzw. Ameisen- oder Essigsäure aus der Innenraumluft korrodiert Metallkulturgut im Kontakt mit Glas. In den GIMME-Projekten (GIMME = Glas-induzierte Metallkorrosion an Museumsexponaten). 2012–2015 am Lehrstuhl Objektrestaurierung Stuttgart wurde das Auftreten verschiedener Verbindungen des Kupfers, Bleis und Zinks nachgewiesen. Jetzt wird modellhaft am DMB die Häufigkeit des Vorkommens von Glas-/Metallkorrosion geprüft und der Wissenstand erweitert. Die Korrosionsprodukte werden im Materialwissenschaftlichen Labor des DBM und in Stuttgart untersucht und identifiziert (Ramanmikroskop, SEM-EDX, XRD). Simulationsexperimente sollen die Dynamik der Schadprozesse klären und die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen (z.B. Entfernung der emittierenden anthropogen eingebrachten Materialien, Schutzlacke, Schadstoffabsorber) testen. Ein Leitfaden ermöglicht ein künftiges Verhüten solcher Schäden.

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