Mittelalterliche Wandmalereien

Die kleine einschiffige Kapelle St. Peter und Paul in Spay am Rhein entstand um 1300, vermutlich als Teil einer untergegangenen Ansiedlung. Den Kirchenbau schließt im Osten ein rippengewölbter Chor. Auf dem Satteldach sitzt ein verschieferter Dachreiter. Spitzbogen­fenster gliedern den Außenbau, der im Süden durch ein Spitzbogenportal erschlossen wird. Das Innere wird von einer flachen Holzbalkendecke geprägt, Reste einer barocken Holz­empore befinden sich am Südgiebel.

Peterskapelle in Spay, Außenansicht und Wandmalerei im Inneren
(Fotos: Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz)

Ihre besondere Bedeutung erhält die Kapelle durch die figürlichen Wandfresken aus der Erbauungszeit. Durch eindringendes Wasser traten Schäden auf wie lose Putzbereiche, Risse und Abplatzungen. Die Gefährdung der Malerei nutzte das Landesamt für Denkmal­pflege für eine umfangreich dokumentierte Untersuchung durch die Amtswerkstatt. Zunächst wird der bemalte Putz auf Hohlstellen untersucht. Lose Putzteile werden durch Hinterfüllen mit Kalkhydratmasse wieder befestigt. Die Putzränder sind sauber auszuarbeiten. An Stellen, wo die Putzteile unwiederbringlich verloren gegangen sind, wird der historische Putz durch einen Neuputz ergänzt.

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