Park Sanssouci: Neptunbrunnen

Die von 1751 bis 1757 errichtete Neptungrotte ist die letzte Schöpfung des Baumeisters Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699–1753) für den Park Sanssouci. Das Bauwerk ist mit Ziegeln aufgemauert und außen mit Zierteilen aus Carrara- und Kauffunger Marmor dekoriert.

Neptungrotte im Park Sanssouci

Die Bau- und Zierteile aus Marmor wiesen vor allem an den der Witterung ausgesetzten Stellen ausgeprägte Schäden durch Abgrusen, Schalen- und Rissbildungen auf. Da die Teile teils konstruktiv-tragende Funktionen haben, kam es zu statischen Problemen. Schwere Schäden entstanden durch Vandalismus, abgeschlagene Köpfe konnten aber geborgen und im Rahmen der Restaurierung wieder angesetzt werden. Die zwischen 1962 und 1966 ausgeführten Arbeiten litten unter dem Materialmangel der DDR: Die Eindeckung mit Bitumenpappe wurde mit der Zeit undicht und verursachte Durchfeuchtungen am Mauerwerks und den Verlust von erheblichen Teilen der Grottierungen im Inneren.

Detail: Skulpturenschmuck in den 1930er Jahren (Fotos: SPSG)

Eine Neueindeckung mit Kupferblech und Einlagerung des Figurenschmucks betrafen die ersten Arbeiten zum Erhalt. Aktuell erfolgt die Bestandserfassung durch die Bau­denkmalpfleger und Restauratoren der SPSG. Als Grundlage für die zu erstellenden Schadenskartierungen dienten Aufmaßzeichnungen und Messbilder. In Zusammenarbeit mit der FH Potsdam wurde die Grottierung des Innenraums restauratorisch untersucht.

Eine Najade kehrt 2018 an ihren ursprünglichen Ort zurück
(Foto: SPSG/Frank Kallensee)
Neptun kehrt 2018 zurück
(Foto: SPSG/Gesa Yoo)

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