Arp-Schnitger-Orgel in Oederquart

In wesentlichen Teilen erhalten ist die Arp-Schnitger-Orgel in der evangelisch-lutherischen Kirche St. Johannis in Oederquart. Die Restaurierung war notwendig geworden, weil ein durchgreifender Umbau vor mehr als 100 Jahren zum Verlust vieler Pfeifen aus der Schnitgerschen Werkstatt geführt hatte. Später wurden bei Sanierungsarbeiten zudem Kunststoffe und Filz verwendet, die sich langsam auflösten. Die Orgel ist eine von ursprünglich 160 aus der Werkstatt des berühmten Orgelbauers Arp Schnitger (1648–1719). Weltweit existieren noch 35 Instrumente.

Die Arp-Schnitger-Orgel in der St. Johanniskirche in Oederquart
(Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert)

Die Orgel in Oederquart, das erste selbständige Werk von Schnitger entstand zwischen 1678 und 1682. Möglicherweise nutzte er das vorhandene Gehäuse der Vorgängerorgel von Antonius Wilde. 1864/1865 baute Johann Hinrich Röver aus Stade das Instrument durchgreifend um. Nach Restaurierungen im Jahr 2000 und 2013/2015 durch den Orgelmeister und Spezialisten für Schnitger-Orgeln Rowan West aus Ahrweiler bei Bonn erklingt die Orgel mit 28 Registern wieder so, wie sie von Arp Schnitger 1682 abgeliefert wurde.

Die Arp-Schnitger-Orgel in der St. Johanniskirche in Oederquart
(Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert)

Den Schnitger-Klang wieder herzustellen, ist eine schwierige Aufgabe wegen der Bautechniken, die Schritt für Schritt rekonstruiert werden müssen. Schnitger-Orgeln sind in Deutschland, Holland, Portugal und Brasilien erhalten. Wegen ihrer hohen Qualität und mittlerweile Rarität streben die »Schnitger Länder« eine Anerkennung der Instrumente als Weltkulturerbe an.

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