Kreuzwegstationen

Gemälde »Die Kreuzigung« vor der Restaurierung, kreuzweg vorher
(Foto: Bayerische Schlösserverwaltung)

Am 12. Mai 2017 erhielt die am Königssee gelegene Wallfahrtskirche St. Bartholomä ihre Kreuzwegstationen wieder. Die 14 Gemälde des späten 18. Jahrhunderts waren jahrelang hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, die Malschicht krepierte. Nacheinander kamen sie in das Restaurierungs­zentrum der Bayerischen Schlösserverwaltung in Schloss Nymphenburg in München.

Dort arbeitete die Restauratorin Manuela Frankenstein mit zwei Absolventen, die gerade ein freiwilliges soziales Jahr in der Denkmalpflege durchlaufen. Sie nahm die Gemälde aus dem Rahmen mit Originalverglasung und bearbeitete die Oberfläche mit Lösungsmitteln zur Regenerierung des angegriffenen Firnisses. Um neue Schäden zu vermeiden, war gegen die hohe Luftfeuchtigkeit im Kircheninneren vorzugehen.

Firnis zur Hälfte bearbeitet und nach der Restaurierung
(Fotos: Bayerische Schlösserverwaltung)

Die hohen Werte sind nicht Folge aufsteigender Nässe vom Königssee, stellte sich nach Klimamessungen heraus, vielmehr kondensiert die kalte, sehr feuchte Luft im Innenraum der Kirche, sobald warme Luft von draußen hereinströmt. Ein automatischer Türschließer verhindert das jetzt. Zudem wurde im Dachstuhl und in der Apsis ein Luft­entfeuchtungs­system verdeckt installiert. Sobald die Luftfeuchtigkeit außerhalb der Kirche geringer ist als im Innenraum, aktiviert das System automatisch ein Gebläse und öffnet die Fenster auf der entgegengesetzten Seite der Kirche, um eine Luftzirkulation zu erzeugen.

 

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