Domenikus Zimmermann als Restaurator

St. Ulrich in Eresing

Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt die Ulrichkirche in Eresing/Landkreis Landsberg am Lech dem Umbau des Baumeisters Domenikus Zimmermann 1755/1756, der die Pfarrkirche zugleich restaurierte. Die Umformung des Bauwerks umfasste vor allem die Stuckarbeiten, die dazu dienten, eine architektonische und gestalterische Einheit mit der ihm eigenen besonderen Lichtführung zu erreichen. Der Bau wirkt festlich, ohne sich äußerlich auffallend von den umliegenden Dorfkirchen zu unterscheiden.

St. Ulrich in Eresing (Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe)

Der Chor, der vordere Teil des Langhauses und der Unterbau des Turmes sind spätgotisch, wohl aus der Zeit um 1488. Im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts wurden die Kirche verlängert und die Unterkapelle eingebaut, siebzig Jahre später die Füllsche Gruftkapelle von Johann Schmutzer angebaut. 1718 entstand das Turmachteck. Den Innenraum prägt die barocke Umgestaltung mit der gurtbogigen Flachmuldendecke, den Doppelvoluten am Chorbogen und dem charakteristisch geschweiften Gesimsband unter den oberen Gruppenfenstern. Zimmermann ließ das Langhaus um 2,75 Meter anheben und über der ursprünglichen Fensterzone Lichtquellen aus jeweils fünf dreigeteilten Rundbogenfenstern einbringen. Der Rocaillestuck stammt von Nicolaus Schütz, einem langjährigen Mitarbeiter Zimmermanns. Die Fresken schuf Martin Kuen aus Weißenhorn. Den viersäuligen Hochaltar schuf der Bernbeurer Kistler Jörg Pfeiffer.

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